Inhalt

Das religiöse Zentrum Kevelaers


Bürgerversammlung zu Vorentwurfsplanungen

Am 20. Juni 2018 füllten gut 100 interessierte Bürgerinnen und Bürger den großen Saal im Petrus-Canisius-Haus. Die Ergebnisse der letzten Monate, die sich aus vielen Gesprächen, Abstimmungen und Anregungen von verschiedenen Seiten ergeben haben, wurden von Frau Janning, der Planerin des Büros IPW, vorgestellt. Die Präsentation ist weiter unten auf dieser Seite zum Download eingestellt.

Zunächst erläuterte Frau Janning die Situation des Baumbestandes und welche Maßnahmen zum Schutz und Erhalt der Bäume, aber auch zur Vitalisierung ergriffen werden können. Nur wenige Bäume auf dem Kapellenplatz und dem Luxemburger Platz sind derart geschädigt, dass sie unabhängig von den Baumaßnahmen entfernt werden müssen. Ziel der Planung für diese beiden Bereiche ist es, den Baumbestand darüber hinaus möglichst zu erhalten und die weiteren Veränderungen daran auszurichten.

Auf dem Kapellenplatz soll im Wesentlichen für bestimmte Wegebeziehungen eine glattere Oberfläche hergestellt werden. Es sollen aber keine abgegrenzten Wege entstehen, die die Struktur des Platzes zerstören würden. Hierzu kam die Anregung, die Oberflächen der Steine im eingebauten Zustand abzuschleifen, was technisch zunächst geprüft werden müsste. Die Kandelaberleuchten sollen aufgearbeitet und weiter verwendet werden. Ergänzend schlägt Frau Janning schlichte Stelen vor, die neben Beleuchtung noch andere Funktionen aufnehmen sollen. Zur Busmannstraße sieht die Planungsidee eine klare Begrenzung des Platzes durch Hecken- und Pflanzkübelelemente vor.

Der relativ dichte Baumbestand auf dem Luxemburger Platz erschwert die Herstellung einer barrierefreien Oberfläche. Das Problem ließe sich technisch durch die Verwendung von flächendeckenden Wurzelbrücken lösen, was allerdings ziemlich aufwändig und kostspielig ist. Ansonsten kann das Pflaster zwischen den Bäumen nur auf dem bestehenden Unterbau ausgetauscht werden. Außerdem sind dann relativ große ungepflasterte Baumscheiben einzurichten. Hier und auch im Bereich des Kapellenplatzes wurde die Gestaltung der Busmannstraße und der Verkehr diskutiert, auch mit der Anregung, den Autoverkehr herauszuhalten.

Die Situation auf dem Johannes-Stalenus-Platz stellt sich etwas anders dar, weil der Platz als Durchgangsflächen bisher nur eine geringe Qualität aufweist. Als dominierendes Element soll die große Platane vom umgebenden Baumbestand freigestellt werden. Auch die Eiben direkt an der Basilika-Fassade, die Feuchteschäden im Mauerwerk und den Wandmalereien verursachen, sollen entfallen. Dadurch entsteht die Möglichkeit, einen Freiraum zu schaffen, auf dem man sich gerne aufhalten kann. Dazu sollen auf jeden Fall mehr Sitzgelegenheiten, aber auch Bewegungselemente gehören.

Die Zusammenstellung der Anregungen und Hinweise aus der Bürgerversammlung mit einer Kommentierung ist am Fuß der Seite zur Einsicht abgelegt.


Diskussion um den Baumbestand

Ein derzeit viel diskutiertes Thema ist der Baumbestand auf dem Kapellenplatz und den umliegenden Plätzen. Zwei wichtige Aspekte sind hier zu unterscheiden. Zum einen muss unabhängig von irgendwelchen Planungen darauf geachtet werden, dass die Bäume keine Schäden z.B. durch Astbruch verursachen. Einige wenige Bäume sind bereits derart geschädigt, dass sie auf jeden Fall beseitigt werden müssen. Bei anderen Bäumen ist abhängig vom Zustand abzuwägen, wie lange diese noch erhalten werden können und welcher Aufwand dafür betrieben werden müsste.

Ein anderes Thema ist, welche Konsequenzen die Planungen auf den Baumbestand haben. Auch hier ist eine Abwägung erforderlich. Je mehr in den Untergrund eingegriffen wird, um Leitungen zu sanieren oder eine barrierefreie Oberfläche zu schaffen, umso stärker sind Bäume betroffen. Es ist aber das Ziel aller Beteiligten bei der Kirche und in Politik und Verwaltung, den Baumbestand soweit möglich und sinnvoll zu erhalten.

Mit dem Thema beschäftigt sich der Newsletter Nr. 8 vom 7. Juni 2018.

Der Baumbestand ist in 2018 von einem unabhängigen Baumsachverständigen beurteilt worden. Das Gutachten ist unten bei den wichtigen Dokumenten zum Download eingestellt. Der Gutachter kommt zu folgenden wesentlichen Ergebnissen:

  • Die Bäume wurden mit einem Ampel- und Notensystem beurteilt:
    - grün, Note 1 und 2: uneingeschränkt erhaltenswert
    - gelb, Note 3 und 4: Bäume mit Schäden oder Mängel; (größerer) Aufwand zum Erhalt nicht lohnenswert, weitere Schädigungen durch Baumaßnahmen kritisch
    - rot, Note 5 und 6: Bäume mit starken Schäden, Erhalt nicht möglich
  • 60 von gesamt 95 Bäumen werden mit der Farbe gelb bewertet
  • Zurzeit sind lediglich vier Bäume so geschädigt, dass sie kurzfristig und unabhängig von Baumaßnahmen entfernt werden müssen
  • Bei Baumaßnahmen im Untergrund wird sich der Zustand der Bäume voraussichtlich um ein bis zwei Noten verschlechtern, je nachdem wie tief oder wie nah am Baum die Eingriffe in den Boden sind

Problem und Planung

Problemfall Pflaster

Zusammen mit dem angrenzenden Johannes-Stalenus-Platz und dem Luxemburger Platz bildet der Kapellenplatz das religiöse Zentrum von Kevelaer. Als besonders problematisch zeigt sich das Kopfsteinpflaster, das vor allem für ältere oder in ihrer Beweglichkeit eingeschränkte Bevölkerungsgruppen eine deutliche Behinderung darstellt. Andererseits prägt das Pflaster das Erscheinungsbild des Platzes in besonderer Weise. Ziele der Umgestaltung des Kapellenplatzes mit seinem Umfeld sind daher insbesondere Aspekte der Barrierefreiheit, eine höhere Nutzungsintensität und Aufenthaltsqualität sowie eine Verbesserung der Platzentwässerung.

Die drei Plätze bilden ein Ensemble und können nicht getrennt voneinander betrachtet werden. Jeder Platz hat aber eine eigene Qualität und bietet eigene Entwicklungsmöglichkeiten. Die Gestaltungsplanung soll daher zwar aus einer Hand erfolgen, aber auf der Basis eines planerischen Grundgedankens zu unterschiedlichen Lösungen kommen.

Für die Gestaltungsplanung wurde das Büro Ingenieurplanung IPW aus Wallenhorst beauftragt. Der Planungsprozess wird in enger Abstimmung mit der Kirche als Eigentümerin großer Flächenanteile und in ihrer Funktion als Wallfahrtsleitung und unter Einbeziehung der Öffentlichkeit durchgeführt. Als Auftakt des Beteiligungsprozesses wurde am 20. Januar 2018 eine öffentliche Planungswerkstatt durchgeführt. Eine Dokumentation der Planungswerkstatt ist hier zum Download abgelegt.

Ziel des Planungprozesses ist es, eine abgestimmte Planung vorzubereiten, die nach Beschluss durch den Rat Ende 2018 der Bezirksregierung zum Förderantrag vorlegt werden kann.

Presseartikel zur Planungswerkstatt sind im Pressespiegel abgelegt. Sie können gerne schon Hinweise und Anregungen einbringen, die dann im Diskussionsforum abgelegt werden..


Kontakt

IPW Ingenieurplanung GmbH

Stephanie Janning

Telefon:
05407 880-76
Telefax:
05407 880-88
E-Mail:

Adresse:
Marie-Curie-Straße 4a
Wallenhorst 49134

Stadt Kevelaer

Franz Heckens, Abteilung Stadtplanung

Telefon:
02832 122-402
Telefax:
02832 122-77-402
E-Mail:

Adresse:
Peter-Plümpe-Platz 12
Kevelaer 47623